| Colmarisches Gesangbuch | Lied 528 / Cantique 528 |
| (529) Mel. Allein Gott in der Höh sey Ehr.
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Nota |
2. Daß Gott barmherzig, spricht der Mund,
und wer ist, ders nicht gläubet ?
allein, macht Gott diß also kund,
daß er zur Nachfolg treibet,
so ist verschlossen Herz und Ohr,
und wankt der Glaube wie ein Rohr,
weil mans unmöglich achtet.
| 3. Von Gott will man Barmherzigkeit
in seinem [26] ganzen Leben, ja, daß sie möge weit und breit sich über uns erheben ; allein, soll man Barmherzigkeit am Nächsten thun, wie Gott gebeut, so ist niemand zu Hause.
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zu Hause |
| 4. Ach ! denke, daß der Höchste dir
Barmherzigkeit erzeiget, daß dich die Güte überführ, und du auch seyst geneiget zu geben dem, der dürftig ist, und gar ein Gliedmaß Jesu Christ : diß ist des Herren Wille.
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Gliedmaß |
| 5. Es wird ein grausames Gericht
dort über den ergehen, der dieses hat erkannt im Licht, und läßt es nicht geschehen. Das Wissen den entschuldigt nicht, man muß ausüben, was Gott spricht, das ist die rechte Liebe.
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Gericht ausüben |
| 6. Wie mancher Reiche stösset aus,
und weißt von Thür und Pforten die Armen, die vor seinem Haus die Noth mit vielen Worten ausschütten, daß ein Felsenstein darüber sollt mitleidig seyn ; allein man wills nicht hören.
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Wie mancher |
8. Du giebst Barmherzigkeit ohn End
mir Armen auf der Erden :
so laß auch wieder Herz und Händ
mit freundlichen Geberden
austheilen, was du mir beschehrt,
daß auch der Arme werd ernährt,
durch den beschehrten Segen.
9. Ist unbarmherzig gleich die Welt,
und hat ihr Herz verschlossen :
so laß mich thun, was dir gefällt,
und helfen unverdrossen ;
laß mich dem Vater ähnlich seyn,
der überflüßig schenket ein
Barmherzigkeit und Güte.
10. Ja, Vater ! gieb mir solchen Sinn,
daß ich von deinen Gaben,
die du mir giebst, geb andern hin,
die Dürftigen zu laben ;
laß mich nach deinem Ebenbild
seyn liebreich, gütig, sanft und mild :
das bitt ich herzlich, Amen.
| (530) Mel. Nun danket alle Gott.
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Nota |
| Wohlauf, mein Herz, zu Gott
dein Andacht frölich bringe : daß dein [27] Wunsch und Gebet durch alle Wolken dringe, weil dich Gott beten heißt, weil dich sein lieber Sohn so freudig beten heißt vor seinen Gnadenthron.
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beten |
| 2. Dein Vater ists, der dir
befohlen hat zu beten ; dein Bruder ists, der dich vor ihn getrost heißt treten : der werthe Tröster ists, der dir die Wort giebt ein ; drum muß auch dein Gebet gewiß erhöret seyn.
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Vater... |
4. Komm nur, komm freudig her,
in Jesu Christi Namen :
sprich : lieber Vater ! hilf,
ich bin dein Kind, sprich : Amen !
Ich weiß, es wird geschehn,
du wirst mich lassen nicht,
du wirst, du willst, du kannst
thun was dein Wort verspricht.
| (531) Mel. Christus, der uns selig macht.
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Nota |
2. Sorge, wenn der Tag anbricht,
für mein Leib und Seele :
sorge, daß ich niemand nicht
sie, als dir, befehle :
sorge, lieber Gott ! allhier
auch für meine Sinne :
sorge, daß zuwider dir
ich ja nichts beginne.
3. Sorge doch, und laß mir auch
dein Wort bis ans Ende :
laß mir, Herr, den rechten Brauch
deiner Sacramente.
Sorge für die Obrigkeit,
Diener deines Wortes,
und darzu für alle Leut,
jedes Stands und Ortes.
4. Sorge, großer Menschenfreund !
für uns deine Kinder :
sorge, Herr, für Freund und Feind,
sorge für uns Sünder :
sorge für mein Stücklein Brod :
sorge doch für alle,
die da sind mit mir in Noth :
sorge, wenn ich falle.
5. Sorge, wenn sich schliessen zu
meine Augenlieder :
sorge, wenn ich bin zur Ruh,
und erwache wieder :
sorge für mein Amt [28] und Stand,
Wort, Vernunft und Dichten,
für die Arbeit meiner Hand,
Lassen und Verrichten.
6. Sorge für mein Haab und Gut,
Ehr und guten Namen :
sorge, wenn mir Leides thut
die Welt und ihr Samen :
sorge, wenn zu Sünd und Spott
mich mein Fleisch will leiten :
sorge, wenn ich mit dem Tod
ringen soll und streiten.
7. Sorge, Herr ! wenn mich anficht
Satan auf der Erde :
sorge, wenn vor dein Gericht
ich geführet werde :
sorge für mein Grabstättlein :
sorge immerforten :
sorge für mich, du bist mein :
sorge aller Orten.
| (532) Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen seyn. | Nota |
Gott Vater, der du deine Sonn
läßst scheinen über Bös und Fromm,
die ganze Welt damit erleuchtst,
mit Thau und Regen sie befeuchtst.
2. Die Berg machst du von oben naß,
und läßst drauf wachsen Laub und Gras,
in Gäng und Fels gut Erz du legst,
Fried, Schutz und Recht du selber hegst.
3. Du giebst auch reichlich Brod und Wein,
daß unser Herz kann frölich seyn.
Du deckst auch unsre Sünden zu ;
dein Wort bringt uns Trost, Fried und Ruh.
| 4. So bitten wir dein Gnad und Güt,
dein Wort und Fried uns stets behüt ; die Frücht der Erden uns bewahr, und gieb uns heur ein reiches Jahr
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heuer |
| 6. Heuschrecken, Raupen sind dein Ruth,
und was das Schad an Früchten thut ; solch Ungeziefer, Herr, vertreib, daß dein Gab unbeschädigt bleib.
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Ruth |
Um Sonnenschein.
8. Die liebe Sonn uns scheinen laß,
heiß wachsen Brod, Wein, Kraut und Gras ;
daß Leut und Vieh [29] ihr Nahrung hab,
und dich erkenn aus deiner Gab.
Um gedeylichen Regen.
| (9. Durch Christ, dein Sohn, hör unsre Bitt,
theil uns ein gnädgen Regen mit, und krön das Jahr aus deiner Hand, mit deinem Segen düng das Land.)
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| (533)
Mel. Jesu, der du meine Seele.
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Nota |
2. Du giebst Ehre deinen Knechten,
setzst sie auf erhabnen Thron ;
heissest sie das Recht verfechten,
geben jeder Sünde Lohn ;
willst, daß sie mit deinen Gaben
die getreuen Schafe laben,
und mit hochbeschworner Pflicht
scheuen deines Zorns Gericht.
| 3. Du befiehlest, daß sie sorgen
für der Wittwen Ungemach, keines Frevlers Strafe borgen, seyn der Waisen Schirm und Dach, die Gesetz und Rechte machen, doch sie selbsten nicht verlachen ; sonsten dräust du Grimm und Rach einer dir versäumten Sach.
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borgen |
5. Diesen hast du eingebunden,
als ein Kleinod von dem Reich,
daß sie werden fromm erfunden,
und dir, Herr ! an Güte gleich,
deinen Willen zu erfüllen,
und wenn tolle Feinde brüllen,
sie, zu schützen Land und Gut,
suchen bey dir sichre Hut.
6. Gieb den Obern kluge Sinnen,
unverdroßne Fertigkeit,
nur was Gutes zu beginnen,
zu vermeiden Krieg und Streit ;
leite sie nach deinen Weisen,
ihre Schafe wohl zu speisen,
nicht zu rauben Haut und [30] Gut,
ihren sauren Schweis und Blut.
7. Gieb Regenten, treue Leute,
Lehrer, Räthe von Verstand,
die nicht morgen, sondern heute
wehren manchem Lasterbrand ;
die in allem dir gefallen,
so wird Ruhm und Lob erschallen
dir vom König, der dich ehrt,
und gern deine Zeugen hört.
| 8. Laß dir allenthalben blühen
Bäume der Gerechtigkeit, und die Seuche von uns fliehen, welche Fürstenstühlen dräut ; schenke doch dem Zion Gnade, daß die güldne Zeugnislade, Wohnung, als die beste Gab, in der Herren Herzen hab.
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Zeugnislade |
(534) Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.
Herr des Himmels und der Erden,
großer Gott der Ewigkeit,
Jesu ! Erzhirt deiner Heerden
in der schwachen Christenheit,
deine Schafe sehnen hier
aus der Wüsten sich nach dir !
aber, ach ! die Nacht der Sünden
läßt uns nicht den Himmel finden.
| 2. Führ uns, Herr, wir gehn verlohren,
hilf uns auf den rechten Weg, weil wir alle blind gebohren, und zum Gehen schwach und träg ; wenn sich Mosis Zorn erhitzt, wenn er donnert, schlägt und blitzt, bringe du die Morgenröthe, und dein Blut das Feuer tödte.
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Mosis Zorn |
| 4. Seyd getrost, betrübte Sünder,
saget nichts von Ach und Weh, sorget doch für seine Kinder hier auch Jesus aus der Höh : denn er hat der Schlüssel Macht auch auf seine Kirch gebracht ; und will keiner Sünd gedenken, die uns seine Diener schenken.
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Schlüssel |
[31]
| 6. Weh euch, weh ! ihr Sündenböcke,
die der Hirt zur Linken stellt ; Weh euch, wo die Schafesdecke einen Heuchler in sich hält : denn die Absolution giebt nur Fluch und Feur zum Lohn ; wo nicht des Gesetzes Schre-cken in euch wahre Buß erwecken.
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zur Linken Schafesdecke |
| 7. Sende, Herr, des Geistes Gaben,
blase deine Diener an ; laß uns einen Schafstall haben, der kein Schaf verlieren kann. Findt sich eine Korahrott, so sey Aarons Schutz und Gott : stärk der Priester ihr Bemühen, wenn sie Sünder zu dir ziehen.
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blase Korah |
| 8. Wenn der Hirt und Heerde beten,
wenn wir von dem Beichtstuhl gehn, wollst du in die Mitte treten, und vor uns beym Vater stehn. Bleibe bey uns in Gefahr, und vertreib der Wölfe Schaar, bis wir auf den Himmelsauen uns ohn Ende glücklich schauen.
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Beichtstuhl |
| (535) Mel. In bekannter Melodie.
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Nota |
| 2. Daß du mich hast aus Gnaden,
in der vergangnen Nacht, für Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demüthiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzörnet dich.
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Dass für erzörnet |
| 3. Du wollest auch behüten
mich gnädig diesen Tag, fürs Teufels List und Wüten, für Sünden und für Schmach : für Feur und Wassersnoth, für Armuth und für Schanden, für Ketten und für Banden, für bösem schnellen Tod.
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schnellen |
| 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben,
mein Weib, Gut, Ehr und Kind, sey in dein Hand gegeben, dazu mein Hausgesind : ist dein Geschenk und Gab ; mein Eltern und Verwandten, Geschwistern und Bekannten, und alles was ich hab.
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Hausgesind ist |
| 5. Deinn Engel laß auch bleiben,
und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben ; auf daß der bös Feind hier in diesem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel [32] nicht betrübe, und bring mich nicht zu Fall.
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Jammertal |
| 6. Gott will ich lassen rathen,
dann er all Ding vermag ; er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach : denn ich ihm heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er mir sonst geben, er machs, wies ihm gefällt.
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dann |
| 7. Darauf so sprech ich Amen,
mit fester Zuversicht, weil Gott in Christi Namen, Erhörung mir verspricht. Und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden in meinm Beruf und Stand.
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Namen bescheiden |
| (536) Mel. Freu dich sehr, o meine Seele.
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Nota |
2. Will ich jetzt zurücke sehen
auf die schon vergangne Zeit,
muß ich alsobald gestehen,
Gottes Kraft, die war bereit,
mich zu führen wunderlich,
für Unfall zu schützen mich,
mir zu meinem Thun und Leben,
Segen, Glück und Heil, zu geben.
| 3. Alles, was ich bin und habe,
kommt von Gottes Hülfe her : alles ist des Höchsten Gabe, nichts geschehet ohngefehr : alles ist mir gut, allein Gott soll stets mein Beystand seyn ; alles andre bald verschwindet, was man hier auf Erden findet.
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ohngefehr alles |
| 4. Mit der Hülfe meines Schutzes
steh ich auf und lege mich, mit der Hülfe meines Trutzes muß das Kreuz verlieren sich : werd ich mittler Zeit gedrückt, ka mit der Hülfe Gottes tragen, diese lindert alle Plagen.
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Kreuz |
6. Hülfe wird Gott ferner schicken,
meinen Fein- [33] den zum Verdruß :
Hülfe wird mein Herz erquicken,
wenn ich einst abscheiden muß :
helfen wird der fromme Gott,
so dann mitten in dem Tod :
Hülfe werd ich erst recht sehen,
wenn ich bey Gott werde stehen.
| (537) In bekannter Melodie.
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Nota |
| Nun laßt uns den Leib begraben,
daran wir kein Zweifel haben, er wird am jüngsten Tag aufstehn, und unverweslich hervor gehn.
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unverweslich |
| 2. Erd ist er, und von der Erden,
wird auch Erde wieder werden, und von der Erd wieder aufstehn, wann Gottes Posaun wird angehn.
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Erde Posaune |
4. Sein Jammer, Trübsal und Elend
ist kommen zu einm selgen End.
Er hat getragen Christi Joch,
ist gestorben, und lebt doch noch.
| 5. Die Seele lebt ohn alle Klag,
der Leib schläft bis an jüngsten Tag ; an welchem Gott ihn verklären, und ewiger Freud wird gewähren.
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gewähren |
| 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen,
und gehn all heim unsre Straßen, schi-cken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns auch gleicher Weiß.
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uns schicken uns auch |
| (538) In bekannter Melodie.
| Nota |
| Freu dich sehr, o meine Seele,
und vergiß all Noth und Qual, weil dich nun Christus dein Herre ruft aus diesem Jammerthal : aus Trübsal und gro-ßem Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr niemals gehöret, und in Ewigkeit auch währet.
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Jammertal kein Ohr |
| 2. Tag und Nacht hab ich gerufen
zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir helf aus der Noth. Wie sich sehnt ein Wandersmann, nach dem Ende seiner Bahn ; so hab ich gewünschet eben [34] daß sich enden mög mein Leben.
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Tag und Nacht |
4. Die Welt, Teufel, Sünd und Hölle,
unser eigen Fleisch und Blut,
plagen stets hier unsre Seele,
lassen uns bey keinem Muth.
Wir sind voller Angst und Plag,
lauter Kreuz sind unsre Tag,
wenn wir nur gebohren werden,
findt sich Jammer gnug auf Erden.
| 5. Wenn die Morgenröthe leuchtet,
und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Müh findt sich an allem End. Unsre Thränen sind das Brod, so wir essen früh und spat ; wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, ist nichts als Klagen und Weinen.
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Tränen |
| 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne,
der du ewiglich aufgehst, sey von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut. Ach ! sey du mein Licht und Straße, mich mit Beystand nicht verlasse.
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Fried |
| 7. In dein Seite will ich fliehen
an meinm bittern Todesgang, durch dein Wunden will ich ziehen ins himmlische Vaterland. In das schöne Paradeiß, drein der Schächer that sein Reiß, wirst du mich, Herr Christ, einführen, und mit ewger Klarheit zieren.
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Wunden Schächer |
| 8. Ob mir schon die Augen brechen,
das Gehör auch gar verschwindt, und die Zung nicht mehr kann sprechen, der Verstand sich nicht besinnt ; bist du doch mein Licht, mein Hort, das Leben, der Weg, die Pfort, du wirst mich selig regieren, die recht Bahn zum Himmel führen.
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Pfort |
10. Freu dich sehr, o [35] meine Seele !
und vergiß all Noth und Qual,
weil dich nun Christus dein Herre,
ruft aus diesem Jammerthal.
Seine Freud und Herrlichkeit
sollst du sehn in Ewigkeit,
mit den Engeln jubiliren,
und dort ewig triumphiren.
| (539) Mel. Schwing dich auf zu deinem Gott.
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| Einen guten Kampf hab ich
auf der Welt gekämpfet, denn Gott hat nun gnädiglich all mein Leid gedämpfet ; daß ich meines Lebens Lauf seliglich vollendet, und mein arme Seel hinauf Gott dem Herrn gesendet.
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Kampf vollendet |
| 2. Forthin ist mir beygelegt
der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne. Forthin meines Lebens Licht, dem ich hie vertrauet, nemlich Gottes Angesicht, meine Seele schauet.
| Krone |
| 3. Dieser schnöden bösen Welt
jämmerliches Leben, mir nun länger nicht gefällt, drum ich mich ergeben meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden ; denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden.
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Gewinn |
| 4. Gute Nacht, ihr meine Freund,
alle meine Lieben, alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Hintritt, den ich thu in die Erde nieder ; schaut die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wieder.
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gute Nacht betrüben |
| (540) Mel. Herzlich thut mich verlangen.
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Nota |
| So hab ich obgesieget,
mein Lauf ist nun vollbracht. Ich bin gar wohl vergnüget ; zu tausend gute Nacht ! Ihr aber, meine Lieben, thut nicht so ängstiglich ; was sollt ihr euch betrüben ? stehts doch sehr wohl um mich.
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Nacht |
3. Auch, Mutter ! laßt die Zähren,
stellt euer Klagen ein :
allein Gottes Begehren
das muß erfüllet seyn.
Darum ihr jetzo weinet,
und gar zu kläglich thut,
das ist sehr wohl ge- [36] meinet ;
Gott machet alles gut.
4. Die Freude, die sich reget
bey einem Wandersmann,
wenn er die Reiß hinleget,
und kommet glücklich an ;
die Freude, die empfindet
ein Schiffer, wenn er schier
den sichern Hafen findet,
die spür ich jetzt bey mir.
5. Fahr hin, o Angst und Schmerzen !
fahr immer, immer hin !
ich freue mich von Herzen,
daß ich erlöset bin.
Ich leb in tausend Freuden
in meines Schöpfers Hand ;
da trift, noch rührt kein Leiden,
so dieser Welt bekannt.
6. Die noch auf Erden wallen
in irrthumsvoller Zeit,
vermögen kaum zu lallen
von froher Ewigkeit.
Viel besser wohl gestorben,
als in der Welt gelebt.
Die Schwachheit ist verdorben,
worinnen ich geschwebt.
7. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen,
wie sonst ein Siegsma
prangt ;
aus jenem Himmelslenzen
hat meine Seel erlangt
die ewig grüne Krone :
die werthe Siegespracht
rührt her von Gottes Sohne,
der hat mich so bedacht.
8. Noch netzet ihr die Wangen,
ihr Eltern, über mir ;
euch hat das Leid umfangen,
das Herze bricht euch schier.
Des Vaters treue Liebe
sieht sehnlich in mein Grab ;
die Mutter stehet trübe,
und kehrt die Augen ab.
| 9. Ich war euch nur geliehen
auf eine kurze Zeit ; will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin das Leid, und sprecht : Gott hats gegeben, Gott nimms, du hast das Recht : bey dir steht Tod und Leben ; der Mensch ist Gottes Knecht.
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gegeben |
| 10. Seht nicht an meine Jahre,
gedenkt vielmehr zurück, daß ich ein Mensch hie ware, und jeden Augenblick zum Tode reif und zeitig, von erster Kindheit an : wie seyd ihr doch so streitig in dem, was Gott gethan !
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zeitig |
12. Schein ich zu früh entnommen ?
sag jemand, [37] kann man auch
zu früh in Himmel kommen ?
Gott bleibt bey dem Gebrauch :
er eilet mit den Seinen
zur schönen Himmelspracht.
Wer mag nun den beweinen,
der bey den Engeln lacht ?
Nachruf der Betrübten
| 13. Fahr wohl, o liebe Seele !
genieß der süßen Lust ; uns in der Trauerhöle ist nichts davon bewußt. Wenn wird doch angelangen desselben Tages-schein, daß du uns wirst empfangen ? O ! möcht es heute seyn.
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Wenn desselben |
(541) Mel. O Welt, ich muß dich lassen.
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Nota |
| Gott Lob ! die Stund ist kommen,
daß ich werd aufgenommen ins schöne Paradeis ; ihr Eltern dörft nicht klagen, mit Freuden sollt ihr sagen : dem Höchsten sey Lob, Ehr und Preis !
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dörft |
3. Diß sind die letzten Tage ;
da nichts als Angst und Plage,
mit Haufen bricht herein.
Mich nimmt nun Gott von hinnen,
und lässet mich entrinnen
der überhäuften Noth und Pein.
4. Kurz ist mein irdisch Leben ;
ein bessers wird mir geben
Gott in der Ewigkeit :
da werd ich nicht mehr sterben,
in keiner Noth verderben,
mein Leben wird seyn lauter Freud.
| 5. Gott eilet mit den Seinen,
läßt sie nicht lange weinen in diesem Thränenthal. Ein schnell und selig Sterben, ist schnell und glücklich erben des schönen Himmels Ehrensaal.
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Tränental |
| 7. Ihr Netze mag sie stellen,
mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir thun kein Leid. Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen ins Schloß vollkommner Sicherheit.
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Sicherheit |
| 9. Gott zehlet alle Stunden,
er schlägt und heilet Wunden ; er kennet jedermann. Nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen ; was er nur thut, ist wohlgethan.
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und heilet wohlgetan |
11. Da werdet ihr euch freuen ;
es wird euch herzlich reuen,
daß ihr euch so betrübt.
Wohl dem, der Gottes Willen
gedenket zu erfüllen,
und sich ihm in Geduld ergiebt.
| 12. Ade, nun seyd gesegnet !
was jetzund euch begegnet, ist andern auch geschehn : viel müssens noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren ! Dort wollen wir uns wieder sehn. |
dort |
| (542) Mel. Werde munter, mein Gemüthe.
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Nota |
| Warum willst du ewig sterben,
Sünder, warum stürzst du dich in das äußerste Verderben ; willst du leiden ewiglich ? willst du denn mit allem Fleiß machen dir die Höll so heiß ? Stehe ab von deinen Sünden, die dem Teufel dich verbinden.
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so heiß |
| 2. Denke an die letzte Stunde,
denke an das jüngst Gericht : an den Pful und Schwefelgrunde, an des Richters Angesicht. Schaue über dich, der Thron ist dazu bereitet schon, Erde und des Himmels Lichter schmelzen schon vor deinem Richter.
|
Pfuhl schmelzen |
| 3. Das Gerichte wird geheget,
und wird dir in einem Buch dein Verbrechen dargeleget, und auch dein verdienter Fluch ; darum soll jetzund der Stab dir den Himmel sprechen ab, und das Urtheil heißt : ihr Sünder, seyd und bleibt des Teufels Kinder.
|
Buch |
5. Unter dir ist höllisch Feuer,
ein verrauchtes Schwefelloch,
und erschröcklich Ungeheuer,
Sünder, sag : was dünkt dich noch ?
Wo steht deine Ausflucht hin ?
hast du Lügen in dem Si
?
Damit wirst du nicht bestehen,
sondern mehr zu Schanden gehen.
6. Es wird selbsten dein Gewissen
über deiner Sünden Meng
bey dem Richter zeugen müssen,
da wird dir die Welt zu eng,
und das billigst Urtheil seyn :
du sollst in der Höllenpein,
mit viel tausendfachen Qualen,
mit der Seel und Leib bezahlen.
7. Da das ausgesprochne Rechte,
dann schon zu vollziehen stehn
die beflammte Henkersknechte :
also wird es dir ergehn,
also stehet es um dich,
also sollst du ewiglich
in dem höllischen Verderben
sterben ohne nimmer sterben.
8. Das sind deine Sicherheiten,
die dir machen jetzt so bang :
wovon man in Gnadenzeiten
dir gedrohet hat so lang ;
aber du dachtst immerdar :
es wird haben kein Gefahr,
es wird nimmermehr geschehen,
daß es also mir wird gehen.
9. Weh mir, weh der armen Seelen,
Trost, Verzweiflung, oder Tod ;
was aus diesen soll ich wählen
nun in meiner Sündennoth ?
Meine Sünd ist allzu schwer,
ich hab keine Gnade mehr,
in dem Elend, so mich troffen,
von dem großen Gott zu hoffen.
| 10. Kann ich seiner Hand entlaufen,
seinem Eifer oder Grimm ? Fluthen wollen mich ersäufen, und die harte Do ist der Wurm, der allzeit nagt, und das Feuer, so mich plagt, und ist nirgends meiner Sünden ein Vergebung mehr zu finden.
|
Wurm, Feuer |
| 11. Ich find keinen Retter, keinen,
der mit treuer Hilf noch Rath meiner Seele will erscheinen, meine Reu ist viel zu spat. Ach, ich ungerathnes Kind ! mich sollt nimmermehr die Sünd, wenn ich wär aus diesen Stricken, wie geschehn, forthin berücken.
|
spat |
| 12. Ich will meinen Jesum fassen,
der der Sün- [40] denbüsser ist : ich will, Jesu ! dich nicht lassen, bis daß du mir gnädig bist. Vater ! Christi Tod und Blut wird für meine Sünde gut ; seine blutgeschwitzte Thränen werden dich und mich versöhnen.
| bis daß Tränen |
| (543) Mel. Valet will ich dir geben.
|
Nota |
| 2. Ach Freude meiner Freuden !
du wahres Himmelsbrod, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennoth ganz kräftiglich kann stillen, und mich in Leidenszeit erfreulich überfüllen mit Trost und Süßigkeit.
|
Himmelsbrot |
4. O reiche Lebensquelle !
o Jesu ! süsse Ruh,
du treuer Kreuzgeselle,
schlag nach Belieben zu ;
ich will geduldig leiden,
und soll mich keine Pein
von deiner Liebe scheiden,
noch mir beschwerlich seyn.
5. Mein Herze bleibt ergeben
dir i
er für und für,
zu sterben und zu leben,
und will vielmehr mit dir
im tiefsten Feuer schwitzen,
als, Schönster, ohne dich,
im Paradiese sitzen,
veracht und jämmerlich.
| 6. O Herrlichkeit der Erden,
dein mag und will ich nicht ; mein Geist will hi und ist dahin gericht, wo Jesus wird geschauet, da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet ; denn dort ist gut zu seyn.
|
Hütten |
| (544) Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten.
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Nota |
| 2. Ich mag mich, wo ich will, hinwenden,
da seh ich nichts, denn tausend Noth : ein jeder hat sein Kreuz in Händen, und sein bescheiden Thränenbrod ; und das wird immer mehr und mehr : Ach ! wenn ich nur im Himmel wär. |
bescheiden |
3. Im Himmel wird das Kreuz der Erden,
und was uns hie zu Boden drückt,
zu lauter güldnen Kronen werden.
Ach ! wär ich nur schon hingerückt.
Die liebe Noth ist ziemlich schwer :
Ach ! wenn ich nur im Himmel wär.
4. Hier kann das Glücke zwar was machen,
doch kommt es nicht in jedes Haus,
dem einen macht es stetes Lachen,
dem andern preßt es Thränen aus ;
mich läßt es, leider ! allzu leer :
Ach ! wenn ich nur &c.
5. Im Himmel sind wir gleicher Gaben,
im Himmel sind wir alle reich,
im Himmel kann man alles haben,
im Himmel sind wir Engeln gleich,
im Himmel ist kein Unglück mehr :
Ach ! wenn ich nur &c.
6. Hie ist der Mensch in stetem Jammer,
mit Jammer kommt die Abendruh,
mit Jammer geht es aus der Kammer,
mit Jammer bringt er alles zu ;
das macht das Leben ziemlich schwer !
Ach ! we
ich nur &c.
7. Im Himmel wird sich niemand kränken,
im Himmel wird nur Freude seyn,
mein Jesus wird uns alle tränken
mit zuckersüssem Engelwein ;
Im Himmel ist kein Jammer mehr :
Ach ! wenn ich nur &c.
8. Ey nun, mein liebster Jesu ! führe,
ey führe mich nur aus der Welt !
Schließ auf die güldne Himmelsthüre,
darauf mein Herz [42] am meisten hält.
Ich achte nun der Welt nicht mehr :
Ach ! wenn ich nur im Himmel wär.
| (545) Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.
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Nota |
2. Eins ist des Himmels Freudenort,
da Gott mit Seinen wohnet,
das andre ist die Höllenpfort,
da man den Sünden lohnet.
Dort geht es wohl, da übel zu,
da ist viel Pein, dort hat man Ruh,
dort lacht man, da ist Weinen.
| 3. O Hölle ! welch ein Wort ist das
Nichts wird dadurch bedeutet, als Jammer ohne Ziel und Maaß, und was für Qual bereitet den Feinden Gottes insgemein, den Teufeln, die verworfen seyn, und allen freveln Sündern. |
freveln |
4. Ist etwas überall bewußt,
das schröcklich anzuhören,
kann was der Menschen Freud und Lust
in Traurigkeit verkehren ;
bringt etwas Schmerzen, Pein und Noth,
macht was verlangen nach dem Tod ;
so ist es in der Hölle.
| 5. Da muß der Mensch, der kommt hinein,
sich ewig lassen quälen, und leiden unerhörte Pein, am Leib und an der Seelen. Den Wurm, der nimmer wird ertödt, das Feur, das ewig nicht vergeht, wird er beständig fühlen. |
Wurm, Feuer |
6. Die Angst, die sein Gewissen hat,
die Furcht in seinem Herzen,
zur Straf für manche Frevelthat,
macht ihm viel tausend Schmerzen.
Was er gethan hat und gesagt,
das kommt ihm vor, und nagt und plagt
die sündenvolle Seele.
7. O Mensch ! darum erkenne wohl,
was sich dort wird begeben,
denk, was man thun und lassen soll,
und führ ein christlich Leben.
O Gott ! regier uns allezeit,
daß wir recht thun, und dort dem Leid
entfliehen jener Hölle.
Die mit einem
bezeichneten Gesänge befinden sich nicht in diesem Anhange, sondern in dem Gesangbuche selbsten, wo sie am Anfange und sonsten in etwas verändert sind, aber hier zum bequemern Nachschlagen auch noch nach ihrem alten Anfange beygesetzt worden. Die, so einen * haben, sind ganz neue Lieder des Anhangs.
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Ach komm, o Sonne meiner Seele |
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Ach Sünder, sey doch nicht so blind |
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Ach was hat dich doch bewogen |
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Ach wie betrübt sind fromme Seelen |
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Also hoch hat Gott geliebet |
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Auf, auf, ihr Reichsgenossen |
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Aus meines Herzens Grunde |
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Einen guten Kampf hab ich |
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Freu dich sehr, o meine Seele, und |
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Gott Lob, die Stund ist kommen |
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Gott Vater, der du deine Sonn |
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Guter Hirte, Jesu Christ |
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Gute Nacht, ihr eitle Freuden |
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Herr des Himmels, Herr der Erden |
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Herr des Himmels und der Erden |
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6 |
6 |
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Herr Jesu, Licht der Welt |
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Ich fang alle meine Sachen |
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Jesu, deine Passion |
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Jesu, unser Trost und Hort |
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Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf |
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Ihr Christen seht, daß ihr ausfegt |
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In dem Leben hier auf Erden |
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Licht vom Licht, erleuchte mich |
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Liebe Seele, nun dich schwinge |
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Meine Seele bleibet stille |
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Meine Sorgen, Angst und Plagen |
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Mein Jesu, wie du willt |
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Nachdem das alte Jahr verflossen |
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Nun laßt uns den Leib begraben |
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3 |
3 |
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O himmlische Barmherzigkeit |
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O Jesu Christ, meins Lebens Licht |
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O Jesu, Jesu, Gottes Sohn |
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* Opfer für die ganze Welt |
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Schatz über alle Schätze |
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So hab ich obgesieget |
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Sollt ich meinen Gott nicht lieben |
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Sorge, Vater, sorge du |
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* Tag der Erleuchtung uns gebracht |
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Warum willst du ewig sterben |
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Was mein Gott will, gescheh allzeit |
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Wie ist die Welt so feindschaftsvoll |
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Wie ist es möglich, höchstes Licht |
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Wohl auf, mein Herz, zu Gott |
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Zum Bilde Gottes war |
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Zwey Ort, o Mensch, hast du vor dir |
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