Ach Gott, wie lang vergisst du mein (Psalm 13)

8a-6bn-8a-6bn-8c-8c-6n

Ach GOtt wie lang vergist du mein /
Gar nah' biß an das ende :/:
Ach GOtt wie lang das antlitz dein
Thust du doch von mir wenden ?
Wie lang soll ich selbst rathen mir
In meiner seel / ein schmertz gebier
Den gantzen tag im hertzen.

Ach Got, wie lang vergissest meyn
gar nach biß an das ende !
Ach gott, wie lang das antlit dein
thustu doch von mir wenden !
Wie lang sol ich selbs ratten mir,
in meiner seel ein schmertz gebir
den gantzen tag im hertzen.


Verfasser : nach Mathias Greiter (1495-1550), wie der Text im Colmarischen Lobopfer 1722, n° 273 erscheint.
Originaltext von Mathias Greiter (1495-1550), nach Wackernagel, Das Deutsche Kirchenlied [...] III,119 p. 89-90 (1. Teil des Straßburger Kirchenamts, 1524 oder 1525)

Melodie : s. Zahn 4516. Das Choralbuch von J.M. Müller  ändert wenig an dieser Melodie, während König schon eine rhythmisch vereinheitlichte Form bietet. Im GKAKEL 1950 n° 425 finden wir die Melodie genau wie bei Zahn.

Hepp 1809 Straßburg um 1850 Colmarer Sammlung Stern 1851 Ihme1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
     
     

Satz MH. nach dem Bass des Choralbuchs von Johann Michael Müller, Frankfurt/ Main 1719, n° 178. Auch König bietet einen spärlich bezifferten Bass.

Hören : Zahn 4513, auch GKAKEL 1950 n° 425.