Christi Blut und Gerechtigkeit

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Christi Blut und Gerechtigkeit
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid ;
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd eingehn.
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4. Ja, sei gelobt, Herr Jesu Christ,
daß du ein Mensch geboren bist
und hast für mich und alle Welt
bezahlt ein ewig Lösegeld.

       Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, 1700-1760. Hier Text des GCAK, Nr. 265,1 und 4. Eigentlich steht ein Teil des Lieds schon bei Paul Eber (1511-1569), s. Wackernagel IV, 9 p. 8 : "Angst und Danckliedlein.  In Christi Wunden schlaff ich ein, | die machen mich von sünden rein, | Ja Christi Blut und Herrligkeit | ist mein ornat und ehrenkleid. | Damit  wil ich für Gott bestehn, | wenn ich zum Himmel thu eingehn. | Mit fried und frewd ich fahr dahin, | ein kind Gottes ich allzeit bin. [...]"

Melodie : Johann Heinrich Egli, 1742-1810 (1786) (Ihme 1888). Ihme gibt 1875 nur eine vereinfachte Form der Melodie im 4/4-Takt. In der Ausgabe von 1888 steht davor die Originalform der Melodie, im 3/4-Takt. Es werden hier beide Formen zu hören gegeben.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        29 p. 16 28 & 29 p. 24  
        B A  

Ihme unterscheidet zwei Varianten : eine für die erste Strophe, die andere für die folgenden Strophen. Wir geben hier in der Version "Ihme 1875" beide Strophen nacheinander zu hören, bei Ihme 1888 nur die letztere Variante. Die besondere Form für die 1. Strophe war nur dazu bestimmt, das Wort Christi am Anfang des Taktes erscheinen zu lassen. Da die Silbenzahl die gleiche ist wie in den folgenden Strophen, mussten dann zwei der folgenden Silben verkürzt werden. - Die "Parallelmelodien" zum gleichen Strophenmuster werden unter Wenn wir in höchsten Nöten sein, Übersicht aufgezählt.

Hören : Ihme 1875 - Ihme 1888

Elsässische Choralmelodien