Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen

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Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen,
sey wach und nüchtern zum Gebet ;
ein Flehn aus reinem guten Herzen
hat Gott, dein Vater, nie verschmäht.
Er ist die Liebe selbst ; er hört,
was seiner Kinder Herz begehrt.

Aus Gnaden soll ich selig werden !
Herz, glaubst du's oder glaubst du's nicht ?
Was willst du dich so blöd geberden ?
Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht,
so muß auch dieses Wahrheit sein :
aus Gnaden ist der Himmel dein.
       Nach Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769, hier nach dem Colmarischen Gesangbuch 1781, Nr. 262,1. Das Gellertsche Lied hatte aber achtzeilige Strophen.        Christian Ludwig Scheidt (1709-1761), hier aus dem GCAK (1873) Nr. 235,1.

Melodie : Justin Heinrich Knecht, 1752-1817 (1796), s. Zahn 2897.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        15 p. 8 16 p. 15  
        B A  

Eine der Melodien des Strophenmusters von Wer nur den lieben Gott lässt walten. Bei Ihme steht sie unter dem Titel Aus Gnaden soll ich selig werden, aber mit dem Vermerk "Urspr. Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen". Drum wurde hier die erste Strophe des Gellertschen Lieds zitiert, das im CG eines der 45 ist, die auf die Melodie von Wer nur den lieben Gott zu singen sind.

Hören : Ihme 1875

Elsässische Choralmelodien