Wer nur den lieben Gott lässt walten (Der Hirte stirbt für seine Herde)

8an-8b-8an-8b-8c-8c

Der Hirte stirbt für seine Herde,
mein Heiland gehet in den Tod ;
nur daß ich nicht verloren werde,
begibt er sich in solche Not.
Er büßet fremde Sündenschuld ;
das ist die Wirkung seiner Huld.

       Johann Christian Schlipalius, 1719-1764, hier nach dem GCAK, Nr. 657,1.

Melodie : Friedrich Silcher, 1789-1860 (1820). Bei Zahn 2880 steht diese Melodie als eine derer, die zum Text Mein Gott, zu dem ich weinend flehe komponiert wurden, aber ihre Verwendung für Wer nur den lieben Gott lässt walten wird erwähnt.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
      p. 73      
      e moll      

Theophil Stern gibt als einziger diese Melodie von Silcher. Sie ist in seinem Choralbuch (1869) die fünfte (und letzte) der Melodien, die das Strophenmuster von Wer nur den lieben Gott lässt walten vertreten, mit der Überschrift "Wer nur den lieben Gott lässt walten D, Oder : Der Hirte stirbt für seine Herde". In der ersten Ausgabe des Choralbuchs (Berg & Stern, 1851 p. 69) ist sie auch schon so überschrieben, aber nach der Melodie A für Wer nur den lieben Gott lässt walten kommt in der zweiten Ausgabe eine Melodie Abis (Mir ist Erbarmung widerfahren), die in der ersten Ausgabe nicht vorhanden war. Deshalb ist diese Melodie D hier die fünfte. S. Wer nur den lieben Gott lässt walten, Übersicht.

Hören : Stern

Elsässische Choralmelodien