Des Donners schreckendes Gebrülle

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Des Donners schreckendes Gebrülle
wird schwächer, und die Blitze fliehn :
bald schmückt bey angenehmer Stille
der Sonne Glanz das feuchte Grün.
Herz, heischet dies nicht deinen Dank,
heischt dies nicht einen Lobgesang ?
Des Donners schreckendes Gebrülle
wird schwächer, und die Blitze fliehn.
Nun wird, bey angenehmer Stille,
das Feld, die Saat auf's Neue grün.
Mensch ! fordert dies nicht deinen Dank
und deinen frohen Lobgesang ?
       Konrad Friedrich Stresow (1705-1788) (Quelle : Biographie von Carsten Erich Carstens auf der Website <http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Stresow,_Konrad_Friedrich>. Hier der Text des Colmarisches Gesangbuchs 1781 Nr. 310,1.         Hier die zum Teil verschiedene Version des Mülhauser Gesangbuchs 1818, die wahrscheinlich vom Original weiter entfernt ist.

 

Melodie : Bei Zahn habe ich diese Melodie nicht finden können. Deren Ursprung bleibt mir unbekannt.

Hepp 1809 Mülhauser Gesangbuch 1818 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
  485          
  a moll          

Im Colmarischen Gesangbuch (1781, hier in der Ausgabe von 1807) wird dieses Lied auf die Melodie von Wer nur den lieben Gott lässt walten gesungen, die also eine Parallelmelodie zu dieser ist. Dort werden auch die sonstigen Parallelmelodien erwähnt. - Im Gesangbuch steht am Anfang der Melodie keine Taktangabe, und anStelle der Taktstriche stehen Striche nur am Ende der Zeilen. Trotzdem wurde hier die 4. Note der 5. Zeile (e) als eine Halbe gezählt, obgleich sie im Gesangbuch als eine Viertelnote steht, weil sonst der Rhythmus nicht regelmäßig wäre, was er in diesem Gesangbuch sein müsste.

Hören : Mülhauser Gesangbuch 1818