Dieweil wir sind versammlet

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Dieweil wir sind versammlet
im Namen Jesu Christ,
zu bitten, was uns manglet,
von Gott zu dieser Frist,
so laßt uns recht erheben
die Herzen über sich ;
der Vater will uns geben
die Notdurft gnädiglich.

       Konrad Hubert, 1507-1577,hier nach dem Spitta-Gesangbuch Nr. 163,1.

Melodie : Heinrich Schütz, 1585-1672 (1628). Die Melodie erschien in einer Psalmensammlung mit dem Text des 138. Psalms durch Cornelius Becker, 1561-1604 (1598) : Aus meines Herzens Grunde dank ich dir, Gott, allein. (Nicht zu verwechseln mit dem bekannten Lied Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank, dessen Strophenmuster in der 2. Hälfte verschieden ist.) Es ist eine der zahlreichen Melodien vom Strophenmuster von Valet will ich dir geben.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
            25 p. 26
            C

Die zwei Silben vor der letzten (hier die Silben gnä-dig) sind im Original (s. Zahn 5419) kurz, also Viertel und nicht halbe Noten. Im EG 1995 (Nr. 357) wird diese Melodie nach Ernst Moritz Arndts Text Ich weiß, woran ich glaube benannt. Unter dem gleichen Namen steht sie auch in einer späten Ausgabe (1923) von Ihmes Halleluja, mit einem Satz von Emil Stricker.

Hören : Wolf

Elsässische Choralmelodien