Ermuntre dich, mein schwacher Geist

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Ermuntre dich, mein schwacher Geist,
und trage groß Verlangen,
ein kleines Kind, das Vater heißt,
mit Freuden zu empfangen.
Dieß ist die Nacht, darinn es kam,
und menschlich Leben an sich nahm,
mit uns und unsern Seelen,
sich ewig zu vermählen.

       Johann Rist, 1607-1667. Hier nach der etwas veränderten Version des Colmarischen Gesangbuchs 1781, Nr. 39,1.

Melodie : Johann Schop, 1590-1667 (1641). Die Melodie erschien zuerst in Rists Himmlischen Liedern. Die später verbreitete Form der Melodie ist eine Umbildung von Schops Melodie durch J. Crüger (1648). S. Zahn Nr. 5741. Hanauisches Gesangbuch 1707, Nr. 55.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
p. 45 35 38 p. 21 52 p. 29 54 p. 39  
F F F Es D D  

In der französischen Tradition ist diese Melodie auch bekannt (Seigneur, accorde-moi d'aimer). Es gibt eine Parallelmelodie zu dieser : Nun sieh wie fein und lieblich ist.

Hören : Schop 1641 (ohne Begleitung) - Hepp - Ihme 1875

Elsässische Choralmelodien