Erstanden ist der heilig Christ / Gelobt sei Gott im höchsten Thron (Weiße)

8a-8-8a-8 oder 8a-8-8a-6

Surrexit Christus hodie
Halleluja, Halleluja.
Humano pro solamine,
Halleluja, Halleluja.
Erstanden ist der heilig Christ
Halleluja / Halleluja
Der aller Welt ein Tröster ist /
Halle / Halleluja.
GElobt sey Gott ymm höchsten trohn ,
sampt seynem eyngebornen sohn ,
der für vns hat genug gethan ,
[Halle. Halleluja.]
       Lateinischer Text, wie er im Straßburger Gesangbuch von 1648 erscheint (aber hier mit zweimal doppeltem Halleluja wie im EG 105).        Deutscher Text des gleichen Gesangbuchs. Text, mit dem die Melodie 1531 von Michael Weiße veröffentlicht wurde, hier nach Wackernagel III,298, mit beigefügtem "Alle. Alleluja" wie in den ältesten elsässischen Gesangbüchern, die das Lied enthalten.

Melodie : s. Zahn 287. Die Melodie steht zuerst im Gesangbuch, das für die Böhmischen Brüder von Michael Weiße (1531) veröffentlicht wurde. Sie begleitete dort den Text Gelobt sei Gott im höchsten Thron. Später finden wir einen dreistimmigen Satz der wenig veränderten Melodie bei Triller (Ein Schlesich singebüchlein aus Göttlicher schrifft [...] Zahn, Quellen n° 117), Breslau 1555. Die Melodie gehört diesmal zu dem Text Erstanden ist der Herre Christ. Dieser dreistimmige Satz steht bei Zahn (288) wie unten zu hören. In beiden Fällen steht darüber der Anfang des lateinischen Textes Surrexit Christus hodie. Die heute bekannte Melodie (EG 105) ist etwas vereinfacht.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
             

Das Lied Erstanden ist der heilig Christ steht im Straßburger Gesangbüchlein von 1648 (S. 67) in einer kurzen Fassung, dann auch im Colmarischen Lobopfer (lange Fassung, n° 109 in der Ausgabe von 1722) ; dann verschwindet es aus den Gesangbüchern, und taucht (in einer langen Fassung) erst wieder im GKAKEL 1952 (96) und im EG (105) auf. Das Lied Gelobt sei Gott im höchsten Thron ist etwas öfter in die els. Gesangbücher aufgenommen worden. Es wird aber jetzt immer mit der Melodie von Vulpius gesungen.
Die hier vorgeführten Formen der Melodie unterscheiden sich durch die Länge der Halleluja am Ende der Strophe. Im Original bei Weiße steht nur ein einfaches "Halleluja" ; im Straßburger Gesangbüchlein von 1648 und im Colmarischen Lobopfer finden wir "Alle, Alleluja", und im EG endlich ein doppeltes "Halleluja". Die "Variante" wurde hier zu hören gegeben, um zu zeigen, dass das Hinzufügen zweier Silben leicht ist, da der einförmige Rhythmus ja sowieso am Ende der Strophe gebrochen wird. Die zweite Zeile jeder Strophe besteht bei Gelobt sei Gott aus einem deutschen Text, der sich mit der vorhergehenden und mit der folgenden Zeile reimt ; im Fall von Erstanden ist der heilig Christ wird diese Zeile von einem doppelten "Halleluja" ausgefüllt.

Hören : Gelobt sei Gott (Weiße). - Variante mit Alle,Alleluja (hypothetisch). Triller (Tenor) - Triller (Diskant hörbar) - EG 105