Gib unserm Fürsten und aller Obrigkeit

Dieser Text ist nicht in Verszeilen eingeteilt.

Gib unserm Kaiser und aller Obrigkeit
Fried und gut Regiment,
daß wir unter ihnen
ein geruhig und stilles Leben führen mögen
in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Amen.

       Johann Walter, 1496-1570 (1566), der sich jedoch hier in der Hauptsache damit begnügte, 1. Timotheus 2,2 zu übernehmen und zu vertonen.

Melodie : Ebenfalls von Johann Walter.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        181 p. 106 197 p. 124  
        g moll e moll  

Ihme setzt das Lied zwischen Verleih uns Frieden gnädiglich und Verzage nicht, du Häuflein klein. Diese alphabetisch sonderbare Stellung erklärt sich dadurch, dass diese Strophe ursprünglich von J. Walter als Folge zu Verleih uns Frieden gnädiglich gedacht war. So stehen noch in Bachs Kantaten BWV 42 und 126 beide Lieder nacheineinander. - In der ersten Ausgabe seines Choralbuchs (1873-75) schreibt Ihme als Text zu seinem Satz Gib unserm Fürsten ; in der zweiten (1888) Gib unserm Kaiser. Der erste Text ist der Originaltext gewesen, da J. Walter das Lied unter der Herrschaft des sächsischen Kurfürsten Friedrichs des Weisen komponiert hat.

Hören : Ihme 1875

Elsässische Choralmelodien