Gott ist mein Lied (Stötzer)

4-6an-4-6an-8

Gott ist mein Lied !
er ist der Gott der Stärke,
Herr ist sein Nam
und groß sind seine Werke,
und alle Himmel sein Gebiet.
       Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769), hier zitiert nach Zahn Nr. 78. "Herr" in der 3. Zeile ist ein Irrtum. Gellert schreibt "hehr".        

Melodie : S. Zahn Nr. 81. Zahn betrachtet den Text als vierzeilig, d.h. berücksichtigt nur die Reime. Wenn man den Rhythmus beachtet, ist die Strophe fünfzeilig, mit einer dritten, viersilbigen Zeile ohne Reim. Nach Zahn (Quellen,Bd. VI Nr. 969) ist die Melodie von Siegfried Christoph Stötzer, und ist erstmals im Bremer Gesangbuch 1767 erschienen. Th. Stern (1851, p. 27) schreibt sie "Ch. E. Kaltenbach 1777") zu, was nach Zahn ein offenbarer Irrtum ist und sich durch Verwechslung mit einer anderen Melodie (Nr. 82) erklärt. Dazu muss allerdings hinzugefügt werden, dass bei Zahn selbst zu diesem Lied wenigstens ein halbes Dutzend Melodien stehen, die mit einer Notenfolge vom Typ G-A-H-C anfangen, darunter die beiden, die Stern verwechselt haben soll.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Mülhausen 1860 Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
    84 p. 28        
    D D        

Bei Stern ist diese Melodie in der ersten Ausgabe (1851) die einzige, die zu diesem Lied im Hauptteil des Choralbuchs gegeben wird. Die Schmidlin-Egli-Melodie steht jedoch im Anhang rhythmischer Melodien. In der 2. Ausgabe (1869) erscheint jene als erste, diese als zweite.

Hören : Stern