Himmelan, nur himmelan

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Himmelan, nur himmelan
soll der Wandel gehn ;
was die Frommen wünschen, kann
dort erst ganz geschehn ;
auf Erden nicht.
Freude wechselt hier mit Leid ;
richt hinauf zur Herrlichkeit
dein Angesicht.
       Johann Gottfried Schöner (1749-1818) 1806. Hier zitiert nach dem GCAK 1863 Nr. 538,1.        

Melodie : Heinrich Ludwig Hartmann, 1828, Vierstimmiges Hand-Choralbuch für Cantoren und Chorsänger, Leipzig, bei C.H.F. Hartmann (S. Zahn Nr. 7074). Die Melodie wurde dort zum Text Seele, was ist Schöners wohl, als der höchste Gott ? gegeben, einem Text von L. Starke, der bei Zahn Nr. 7070 unter der Form Seelchen... zitiert wird.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Mülhausen 1865 Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
      p. 30 p. 36 85 p. 49 92 p. 63 57 p. 59
      D D D D D

Ihme (1888) sagt noch von dieser Melodie, sie stamme aus dem Elsass (um 1830) ; er scheint sie bei Stern (1851) gefunden zu haben. Stern (1851 und 1869) schreibt sie einem "Württemberger Choralbuch 1777" zu, was wahrscheinlich nicht richtig ist. Bei Zahn wird für das Jahr 1777 ein württembergisches Choralbuch erwähnt, das von Stözel, in welchem zwar eine Melodie zu diesem Versmaß (Zahn Nr. 7078, zum Text Ruhe ist das beste Gut, das man haben kann) zu finden ist, die aber sonst keine Verwandtschaft mit dieser hier hat. Die Melodie des Mülhauser Choralbuchs weicht in den Zeilen 5 und 6 ziemlich sonderbar von der der anderen Choralbücher ab.

Hören : Stern - Mülhausen 1865 - Wolf