Jesu Kreuz, Leiden und Pein

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JEsu leyden / pein und tod /
Jesu tieffe wunden /
Haben menschen / die nur koth /
Heylsamlich verbunden.
Menschen ! schafft die sünde ab/
Wir sind Christen worden /
Sollen kommen auß dem grab /
In der engel orden.
       Text von Paul Stockmann (1603-1636) s. Fischer & Tümpel II, 37 (S. 32 ff.). Dieses Lied stand im Hanauischen Gesangbuch (1707 Nr. 86), wo die Melodie von Vulpius ganz getreu - mit einer kleinen Ausnahme - übernommen worden war (Die zweite Note der 5. Zeile ist bei Vulpius ein h, im Gesangbuch ein b ; hier wurde das h wieder eingesetzt).

Melodie : s. Zahn Nr. 6288a. Melodie von Vulpius 1609, die aus den Gesangbüchern des 19. Jh. verschwand, aber im 20. Jh. wiederentdeckt wurde. Sie steht im EG 1995 Nr. 88 zum Text Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken. Im gleichen Gesangbuch steht indes Jesu Kreuz, Leiden und Pein (Nr. 78) mit einer noch älteren Melodie (Zahn 6287a). Das Strophenmuster ist das von Christus der uns selig macht und Schwing dich auf zu deinem Gott.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
             

Die Seiten, die mit dieser grünen Grundfarbe erscheinen, sind die von Melodien, die in Choralbüchern des 19. Jh. im Elsass nicht zu finden, aber in früheren Büchern vorhanden sind.

Wie geben hier die Originalform der Melodie zu hören, wie sie noch im Hanauischen Gesangbuch von 1707 steht, und auch eine modernere Form, die heute in manchen Gesangbüchern zu finden ist.

Hören : Hanau - Modernere Form