Jesus, Jesus, nichts als Jesus

7an-7b-7an-7b-7c-7c, hier eigentlich 7an-7b-7an-7b-7c-3(-3)-4c(-4c)
(Wiederholung der kehrversartigen letzten Zeile in zwei Teilen)

Jesus, Jesus, nichts als Jesus
soll mein Wunsch sein und mein Ziel.
Jetzund mach ich ein Verbündnis,
daß ich will, was Jesus will;
denn mein Herz, mit ihm erfüllt,
rufet nun, rufet nun:
Herr, wie du willt, Herr, wie du willt.

       Ludämilie Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt, 1640-1672 (nicht zu verwechseln mit Ämilie Juliane von S.-R., 1637-1706), hier nach dem GCAK Nr. 306,1.

Melodie : Von Georg Bronner (1667-1720) aus Hamburg, 1715 in seinem Musicalischen Choral-Buch erschienen, worin die Melodien nacheinander mit einem bezifferten Bass, mit nicht beziffertem Bass und in Trio-Form geboten wurden. S. Zahn Nr. 3658a und Quellen (Band VI) Nr. 878.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        107 p. 62 118 p. 77  
        D C  

Die letzte Zeile rufet nun: Herr wie du willt wird in dieser Melodie in zwei Teilen wiederholt. In den folgenden Strophen tritt stets eine ähnliche letzte Zeile ein, die ebenso geteilt werden kann. Die archaische Verbalform willt für willst war noch im 18. Jh. gebräuchlich. - Wenn man von der Teilung und Wiederholung der letzten Zeile absieht, ist das Strophenmuster des Textes das von Gott des Himmels und der Erden. Eine der Melodien, die zu diesem Lied komponiert wurden, erscheint im Mülhauser Choralbuch mit dem Text Jesus geht zu seinem Leiden.

Hören : Ihme 1875

Elsässische Choralmelodien