Komm, o komm, du Geist des Lebens / Liebe, die du mich zum Bilde

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Komm / o komm du Geist des lebens /
wahrer GOTT von Ewigkeit /
Deine krafft sey nicht vergebens /
sie erfüll uns jederzeit /
So wird Geist und Licht und Schein
in dem dunckeln hertzen seyn.

LIebe, die du mich zum Bilde
Deiner Gottheit hast gemacht.
Liebe, die du mich so milde
Nach dem Fall mit Heyl bedacht ;
Liebe, dir ergeb ich mich,
Dein zu bleiben ewiglich.
Heinrich Held (1620-1659), hier zitiert nach der Ausgabe von 1700 des Darmstädter Gesangbuchs (Geistreiches Gesang-Buch, bei Sebastian Griebel) p. 207-8. Unter dem Titel  Von der  heiligung des Geistes.

Johannes Scheffler (Angelus Silesius, 1624-1677), hier zitiert nach der Ausgabe von 1736 der Praxis Pietatis Melica, n°  894. Hier mit der Melodieangabe Gott des Himmels und der Erden, die in diesem Gesangbuch auch bei dem Lied Komm, o komm, du Geist des Lebens steht.

Melodie : Zahn 3651, wo sie den Namen Ich begehr nicht mehr zu leben trägt. Die Melodie wird manchmal Johann Christoph Bach (1642-1703), einem Onkel von Johann Sebastian Bach, zugeschrieben. Nach den Youtube-Dateien zu schließen, die auf dem Internet zu hören sind, wird sie ebenso oft mit dem einen wie mit dem anderen der oben zitierten Lieder verwendet. Im EG (Regionalteil Elsass-Baden-Pfalz n° 598) erscheint sie zum Lied von Detlev Block Herr, du hast dich gern mit vielen Menschen an den Tisch gesetzt.

Hepp 1809 Straßburg um 1850 Colmarer Sammlung Stern 1851 Ihme1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
             
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Darmstadt 1700 zum Text Komm, o komm, du Geist des Lebens - Bei Christian Gregor (Choralbuch, 1778 p. 66) steht die Melodie unter dem Namen "Liebe die du mich zum Bilde".