Lass mich, o Gott, die Achtung nie verletzen

10an-10b-10an-10b-8c-12c

Lass mich, o Gott, die Achtung nie verletzen,
die ich als Mensch dem Menschen schuldig bin.
Ihn nie gering, ihn, wie mich selbst zu schätzen,
zu bieten ihm die Hand mit Brudersinn,
dies sei mir immer heilge Pflicht.
Wer nicht den Menschen ehrt, der schätzt sich selber nicht.
Wie herrlich ist's ein Schäflein Christi werden
und in der Huld des treusten Hirten stehn!
Kein höhrer Stand ist auf der ganzen Erden,
als unverrückt dem Lamme nachzugehn.
Was alle Welt nicht geben kann,
das trifft ein solches Schaf bei seinem Hirten an.
       "J.C. Wagner", sagt Zahn Nr. 3147. Es handelt sich um Johann Christian Wagner (1747-1825), einen Thüringer Theologen.        Johann Jakob Rambach, 1693-1735 (laut GCAK), hier zitiert nach dem "Neuen" GCAK Nr. 675,1. Das Kirchenlexikon von Bautz nennt auch einen zweiten J.J. Rambach, 1737-1818.

Melodie : Im Choralbuch von Johann Gottfried Schicht, 1753-1823 (1819) zuerst erschienen, und vermutlich von ihm.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        209 p. 123 224 p. 140  
        G G  

Ihme gibt die Melodie unter dem Text Wie herrlich ist's ein Schäflein Christi werden, weil dieses Lied im GCAK steht ; er sagt aber "Urspr. Laß mich, o Gott, die Achtung nicht verletzen."

Hören : Ihme 1875

Elsässische Choralmelodien