Lobet Gott unsern Herren / Befiehl du deine Wege

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Lobet Gott vnsern HErren/
in seinem heiligthumb/
zu lobe seinen ehren/
macht herrlich seinen ruhm/
Lobt ihn im Firmamente/
da seine gros gewalt/
vnd sein starck Regimente/
zusehn ist mannigfalt.

Befiehl du deine wege /
Undd was dein hertze kränckt /
Der allertreusten pflege
Deß / der den himmel lenckt /
Der wolcken / lufft unnd winden
Giebt wege / lauf unnd bahn /
Der wird auch wege finden /
Da dein fuß gehen kan.


Verfasser nicht bekannt. Hier zitiert nach B. Gesius, Hymni Patrum cum canticis sacris, Frankfurt/ Oder 1609
Paul Gerhardt, n° 133 in einer späten Ausgabe (1721) der Praxis Pietatis Melica, in der dieses Lied auf die Melodie von Lobet Gott unsern Herren gesungen wird.

Melodie : s. Zahn n° 5393. 

Hepp 1809 Straßburg um 1850 Colmarer Sammlung Stern 1851 Ihme1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
     
     

Melodie, Bass und Text der Gesius-Fassung nach dem oben genannten Buch  Bei Telemann steht der Text nicht in seinem Liederbuch von 1730 ; er wurde in D. Paul Wagners Sammlung Andächtiger Seelen Geistliches Brand- und Ganz-Opfer 1697 vol. 1 p. 628 gefunden, ist aber mit Gesius' Text soviel wie identisch. Es wurde hier die erste Strophe des Paul-Gerhardt-Lieds Befiehl du deine Wege zitiert, weil Zahn sagt, die Melodie sei "in Norddeutschland ziemlich allgemein für das Lied Befiehl du deine Wege gebräuchlich."
 

Hören :  Gesius 1609 , Telemann 1730.