Lobsinget Gott, er schuf die Welt

8a-6bn-8a-6bn-8c-8c-6dn-8e-8e-6dn


Lobsinget Gott und betet an,
preist ihn mit Harf und Psalter,
ihm danke, wer nur danken kann,
dem Schöpfer, dem Erhalter !
Gott ist die Liebe; rühmt es laut,
Geschöpfe, die ihr ihm vertraut,
die ihr ihn kennt und ehret.
Rühmt es, daß seine Gütigkeit
mit jedem Morgen sich erneut
und ewig, ewig währet.


Originaltext von Balthasar Münter nach Zahn Nr. 7706

Lobsinget Gott ! er schuf die Welt
zum Schauplatz seiner Güte.
Lobsingt ihm, der sie noch erhält,
lobsingt der ew'gen Güte !
Gott ist die Liebe : rühmt es laut,
ihr Frommen, die ihr ihm vertraut,
die ihr ihn kennt und ehret.
Rühmt es, daß seine Gütigkeit
mit jedem Morgen sich erneut,
und ewig, ewig währet.

Text des Liedes, wie es im Straßburger Gesangbuch 1808 Nr. 23,1 zu finden ist ("Autor" unbekannt).


Text : Der Originaltext, den Balthasar Münter (24. März 1734 - 5. Okt. 1793) Hauptpastor an der St. Petri Kirche in Kopenhagen (s <http://www.sankt-petri.dk/Deu/graeber/deu_munter.html>) schrieb, wurde trotz seiner späten Entstehung  als verbesserungsbedürftig  empfunden. Er war in der Art eines Lobpsalms geschrieben worden, mit Verwendung von Klagl. 3,22-23. Nach meiner Beurteilung ist die "verbesserte"  Version  nicht besser. Nach Zahn Nr. 7709 scheint sie zuerst 1789  in einem Choralbuch von Johann  Gottfried Vierling (1750-1813) in Kassel zu einer anderen Melodie veröffentlicht worden zu sein.

Melodie : Bei Zahn Nr. 7706 bis 7712 stehen mehrere Melodien zu diesem Text in seinen beiden Formen. Im Elsass wird jedoch im 19. Jh. mit Lobsinget Gott, er schuf die Welt nur die Melodie von An Wasserflüssen Babylon  gemeint.


S. An Wasserflüssen Babylon / Ein Lämmlein geht

Elsässische Choralmelodien