Mein Jesu, dem die Seraphinen

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Mein JEsu / dem die Seraphinen
im glantz der höchsten majestät
selbst mit bedecktem antlitz dienen /
wann dein befehl an sie ergeht /
wie sollten blöde fleisches-augen /
die der verhaßten sünden nacht
mit ihrem schatten trüb gemacht /
dein helles Licht zu schauen taugen ?

       Wolfgang Christoph Dressler, 1660-1722 (1692), zitiert nach Freylinghausen1706 n° 278.

Melodie : "bei Freylinghausen 1704" (Wolf), aber (cf. Zahn Nr. 5988) in einer Variante, die auf Johann Christoph Kühnau (Vierstimmige alte und neue Choralgesänge, Berlin, 1786) zurückgeht. Das Lied, und die Melodie, sind in den Gesang- und Orgelbüchern der Brüdergemeinen zu finden ; drum ist hier die Version von Christian Gregor 1784 zu hören. Eine der Melodien, die in der Colmarer Sammlung von Choralmelodien enthalten sind, und die weder im Straßburger Choralbuch 2809 (Hepp) noch bei Theophil Stern zu finden sind. Nur Wolf bringt sie wieder, und zwar mit dem Untertitel (und dem Text) Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen (Spitta Nr. 119), da das Lied Mein Jesu, dem die Seraphinen nicht im Spitta-Gesangbuch steht. Sonst erscheint der Text zwar in späteren Ausgaben des Ihme-Choralbuchs, aber mit der Melodie von J. Zahn (1852).

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
    85       82 p. 85
    G       G

Hören : Freylinghausen 1706 (in F) - Gregor 1784 (in A) - Colmarer Sammlung - Wolf

Elsässische Choralmelodien