Morgenglanz der Ewigkeit

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Morgenglanz der Ewigkeit,
Licht vom unerschaffnen Lichte,
schick uns diese Morgenzeit
deine Strahlen zu Gesichte
und vertreib durch deine Macht
unsre Nacht.

       Christian Knorr von Rosenroth, 1636-1689 (1654/1684) (EG), "teilweise nach Martin Optiz, 1597-1639 (1634)" (EG). Hier zitiert nach dem "Neuen" GCAK Nr. 530,1 (im "Alten" CGAK n° 491 ist der Text der gleiche ; in der 2. Zeile steht sonst "unerschöpften", was auch der Originaltext (Neuer Helicon mit seinen Neun Musen, das ist Geistliche Sitten-Lieder, Nürnberg 1684, p. 159) sagt. Aber die Herausgeber des GCAK wollten unerschöpft im Sinn von "unerschaffen" verstehen.

Melodie : Johann Rudolf Ahle, 1625-1673 (1662). "Mel. bei Freylinghausen 1704" (Wolf). Zahn 3427. Freylinghausens Ausgaben bieten leicht abweichende Versionen der Melodie. Hier die der Ausgabe von 1706. In der Neuausgabe der Gesangbücher von Freylinghausen durch die Franckeschen Stiftungen (2006) steht die Form von 1708, deren Unterschiede gegenüber denen von 1704 und 1706 bei Zahn nur teilweise angezeigt werden. Auch sonst können von einem Choralbuch zum andern einige Varianten festgestellt werden. S. dazu das Beispiiel im Choralbuch zum evangelischen Gesangbuch für Rheinland und Westfalen, Essen 1938 von August Knabe.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        137 p. 80 147 p. 97 86 p. 90
        F D D

Dieses Lied aus der 2. Hälfte des 17. Jh. wurde erst im Laufe des 19. Jh. wiederentdeckt. Es fehlt ebsenso im Straßburger Gesangbuch 1808 wie im Colmarischen 1781.

Hören : Freylinghausen 1706 (in F) - Wolf  - Knabe 1938 (in D)

Elsässische Choralmelodien