O wie unaussprechlich selig

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O wie unaussprechlich selig
werden wir im Himmel seyn !
Da, da ärndten wir unzählig
unsers Glaubens Früchte ein.
Da wird, ohne Leid und Zähren,
unser Leben ewig währen.
Gott, zu welcher Seligkeit
führst du uns nach dieser Zeit !

        Nach Benjamin Schmolck, 1672-1737, durch Johann Samuel Diterich (1721-1797) umgedichtet. Zitat nach dem Mülhauser Gesangbuch 1818 Nr. 210,1. Das Lied steht im Straßburger Gesangbuch von 1808 (Nr. 151) und im Conferenzgesangbuch 1850 (Nr. 420). Letzeres nennt den Autoren Schmolke und setzt 1757 als Todesdatum an, was aber ein Irrtum sein muss.

Melodie : Zahn hat diese Melodie nicht in seiner Sammlung. Der Anfang gleicht seiner Melodie Nr. 6786, die er "unbedeutend" findet - diese hier wird er noch unbedeutender und sentimentaler eingestuft haben. Denn das Mülhauser Gesangbuch war ihm bekannt. In der Vorrede des Gesangbuchs wird gesagt, diese Melodie habe "unser verstorbene Mitbürger, Herr Kaspar Weiß", komponiert. Im Bulletin der Genfer Société d'Histoire et d'Archéologie, 1962, steht in einer Rezension (p. 224) eine kurze Notiz über den "aus Mülhausen stammende[n] Komponist Johann Kaspar Weiss (1739-1795)". Um diesen handelt es sich wahrscheinlich hier. Wann er diese Melodie komponierte, ist wahrscheinlich nicht mehr auszumachen.

Hepp 1809 Mülhauser Gesangbuch 1818 Colmarer Sammlung Th. Stern Mülhausen 1865 Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
  210            
  B            

Melodie vom Ende des 18. oder Anfang des 19. Jh., die sich sonstwo im Elsass nicht eingebürgert zu haben scheint. Das Strophenmuster ist das von Alle Menschen müssen sterben.

Hören : Mülhauser Gesangbuch 1818