Schönster Herr Jesu (schlesische Melodie)

4n-5n-7a-4n-4n-8a oder 4an-5an-7b-4cn-4cn-8b
Zwischen den zwei ersten Zeilen und/oder zwischen der 4. und der 5. besteht in manchen Strophen ein Reim oder eine Assonanz.

Schönster Herr Jesu,
Herrscher aller Enden,
Gottes und Marien Sohn,
dich will ich lieben,
dich will ich ehren,
du meines Herzens Freud und Kron !

       Anonymer Text, im GCAK von 1677 datiert. Nach Zahn Nr. 3975 und Information aus der (inzwischen verschwundenen) Website http://www.luenen.de/kultur/stadtarchiv/medien/sp_auto_1285.cfm?m=5&s=17 wird wahrscheinlich die Originalmelodie mit dem Text in Rudolf Nagells (1640-1700) Melodeyen über die Gesänge und Psalmen deß Münsterischen Gesang-Buchs erschienen sein. Die erste Form des Lieds ist unter dem Einfluss des Jesuiten Fr. Spee entstanden. Vor dem 19. Jh. war es nur ein katholisches Lied, das nachher durch Hofmznn von Fallersleben in die evangelische Tradition eingefïhrt wurde. S. die Form des Lieds im Münsterischen Gesangbuch von 1677.

Melodie : Zahn Nr. 3976 : "Schlesische Volksleder von Hoffmann von Fallersleben 1842".

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
          261 p. 171 168 p. 177
          Es F

Ihme gibt zu diesem Text nur diese schlesische Melodie aus dem 19. Jh.- die mir seit meiner Jugend die einzig bekannte war. Bei Wolf kommt sie erst nach Nagells Originalmelodie. Die unbetonte Silbe am Anfang der letzten Zeile der Strophe fehlt im Originaltext.

Hören : Wolf

Elsässische Choralmelodien