So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen

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So führst du doch recht selig, Herr, die Deinen,
ja, selig und doch meistens wunderlich.
Wie könntest du es böse mit uns meinen,
da deine Treu nicht kann verleugnen sich ?
Die Wege sind oft krumm und doch gerad,
darauf du läßt die Kinder zu dir gehn ;
da pflegt es wunderseltsam auszusehn,
doch triumphiert zuletzt dein hoher Rat.

Le Seigneur est la clarté qui m'adresse,
Et mon salut, que doy-ie redouter ?
Le Seigneur est l'appui qui me redresse,
Où est celui qui peut m'espouuanter ?
Quand les malins m'ont dressé leurs combats,
Pour me cuider manger à belles dents:
Tous ces haineux, ces ennemis mordens
I'ay veu broncher, et tresbuscher en bas.
       Gottfried Arnold, 1666-1714 (Er war auch der Dichter des Lieds O Durchbrecher aller Bande). Zitat hier nach dem GCAK Nr. 685,1. Text des Psalms 27 (Strophe 1) im Genfer Psalter von 1565 (Verfasser dieses Textes: Théodore de Bèze)

Melodie : Melodie des Psalms 27 im französischen Psalter 1551 (Zahn Nr. 6192 ; Text : Der Herr mein Licht ist und regiert mein Leben bei A. Lobwasser). Zahn kennt in deutschen Choralbüchern diese Melodie erst vom 18. Jh. an (bei Telemann 1730).

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
          262 p. 172  
          D  

Die Melodie schwankt eigentlich zwischen den Tonarten G und D (als Kirchentonart : mixolydisch).

Hören : Ihme 1888 - Goudimel 1565

Elsässische Choralmelodien