Von Gott will ich nicht lassen / Nun jauchzet all ihr Frommen Crüger 1640

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Von Gott will ich nicht lassen,
Denn er läßt nicht von mir /
Führt mich auf rechter Strassen /
Da ich sonst irret sehr /
Er reicht mir seine Hand
Den Abend als den Morgen /
Thut er mich wohl versorgen /
Sey wo ich woll im Land.

Nu jauchtzet all / ihr Frommen /
In dieser Gnadenzeit /
Weil unser Heyl ist kommen /
Der Herr der Herrligkeit /
Zwar ohne stoltzen Pracht /
Doch mächtig zu verheeren /
Und gäntzlich zu zerstören
Des Teufels List und Macht.
Ludwig Helmbold (1532-1598), hier nach der Praxis Pietatis Melica, Berlin 1690, n° 523. Michael Schirmer (1606-1673), hier ebenfalls nach der Berliner Praxis Pietatis melica 1690 n° 149.

Melodie : Bei Johann Crüger 1640, Zahn 5266 (Variante). Nach der Ausgabe von 1690 der Praxis Pietatis Melica ist diese Melodie die des Lieds Von Gott will ich nicht lassen, während Nun jauchzet all ihr Frommen auf die Melodie Zahn 5282 von J.H. Schein gesungen wird. Letztere ist bei Zahn vor allem die von Ich hab mein Lauf vollendet auf dieser argen Welt.

Hepp 1809 Straßburg um 1850 Colmarer Sammlung Stern 1851 Ihme1875 Ihme 1888 Wolf 1899
           
           

Diese Melodie erscheint im EG 1995 Nr. 9 Nun jauchzet, all ihr Frommen (so die Interpunktion im EG), mit der Angabe "M. JOHANN CRÜGER 1640", als ob Crüger sie für dieses Lied komponiert habe, was nach den Angaben von Zahn und der Ausgabe von 1690 der Praxis Pietatis nicht der Fall sein sollte.

Hören : Praxis Pietatis 1690 - EG n° 9 = Zahn 5266