Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

8a-6bn-8a-6bn-8c-8c-6n

Wär GOtt nicht mit uns diese zeit /
(so soll Israel sagen)
Wär Gott nicht mit uns diese zeit /
wir hätt   müß'n verzagen /
die so ein armes häufflein sind /
veracht von so viel menschen-kind /
die an uns setzen alle.

Wer Gott nicht mit vns dise zeyt,
so soll Israel sagen,
Wer Gott nicht mit vns dise zeyt,
wyr hetten must verzagen.
Die so eyn armes heufflin sind,
veracht von so viel menschen kind,
die an vns setzen alle. 
Martin Luther, hier im Text des Hanauischen Gesangbuchs 1707 Nr. 365. Martin Luther, im Text des Geystlichen gesangk Buchlleyns, Wittenberg 1524, zitiert nach Wackernagel III,27 S. 17. Es ist eine Paraphrase zu Psalm 124.

Melodie : Erschienen 1524 im gleichen Gesangk Buchleyn wie der Text (Johann Walter), hier nach Zahn 4434. - Das Lied erscheint in den späteren elsässischen Gesangbüchern nur noch im GCAK ("Alt" 178, "Neu"  211) und im GKAKEL 171. Die Melodie steht nur im GKAKEL und im dazu gehörenden Choralbuch.

Hepp 1809 Straßburg um 1850 Colmarer Sammlung Stern 1851 Ihme1875 Ihme 1888 Wolf 1899
             
     
     

Das sehr verbreitete Strophenmuster (s. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut) erlaubt den Gesangbüchern, anstatt dieser eigenen Melodie auch andere Melodien vorzuschlagen. Im "alten" GCAK stand zuerst "Eigne Mel. oder Allein Gott in der Höh", dann "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält" (Ihme hatte die eigene Melodie nicht in sein Choralbuch aufgenommen). Letztere Angabe finden wir dann auch im "neuen" GCAK.

Hören : Hanauisches GB 1707 - Zahn 4434 (GKAKEL 171)