Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen (1704)

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Will des Gesetzes Last mich drücken,
blitzt auf mich seines Fluches Weh,
droht Straf und Hölle meinem Rücken,
so steig ich gläubig in die Höh
und flieh zu deinen heilgen Wunden;
da hab ich schon den Ort gefunden,
wo mich kein Fluchstrahl treffen kann.
Tritt alles wider mich zusammen,
du bist mein Heil, wer will verdammen ?
Die Liebe nimmt sich meiner an.

       Wolfgang Christoph Dessler, 1660-1722, hier zitiert nach dem Spitta-Gesangbuch Nr. 247, Strophe 3.

Melodie : "1704" (Wolf). Die Melodie erschien in jenem Jahr bei Freylinghausen in einer etwas verschiedenen Form (Zahn Nr. 7792). Varianten traten schon bei den folgenden Ausgaben von Freylinghausens Gesangbuch auf. Das amerikanische Hymnal bietet eine später eingeführte rhythmisierte Form der Melodie, die nicht ohne Reiz ist. Allerdings wird dort nicht gesagt, wo diese Form herrührt (Das Gesangbuch sagt nur : "Wie wohl ist mir, Geistreiches Gesangbuch, Halle, 1704").

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
            141 p. 149
            G

Diese Melodie erscheint in keinem der vorhergehenden elsässischen Choralbücher. Zu den anderen möglichen Melodien, s. Wie wohl ist mir, Hepp 2

Hören : Freylinghausen 1708 Nr. 451 (in A) - Wolf - Lutheran Hymnal 1941 (in As).