Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen (Hepp 2. Mel.)

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Begleite mich, o Christ, wir gehen
zum schmerzenvollen Golgatha,
auf dessen fürchterlichen Höhen
einst Gottes größtes Werk geschah.
Erwäg' an diesem heil'gen Orte
des sterbenden Erlösers Worte,
und rufe Gott im Glauben an.
Sie können dir viel Trost im Leben,
und einst noch Trost im Tode geben,
wann hier dich nichts mehr trösten kann.
Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen,
wenn ich in deiner Liebe ruh !
Ich steige aus der Schwermut Höhlen
und eile deinen Armen zu.
Da muß die Nacht des Trauerns scheiden,
wenn mit so angenehmen Freuden
die Liebe strahlt aus deiner Brust.
Hier ist mein Himmel schon auf Erden ;
wer wollte nicht vergnüget werden,
der in dir suchet Ruh und Lust ?
       Ludwig Heinrich Bachoff von Echt, 1725-1792, hier zitiert nach dem Straßburger Gesangbuch 1808. Die Zeilen 3 u. 4 lauten im Original (sagt Bautz im Kirchenlexikon) :"auf dessen schauerlichen Höhen, was nie ein Engel faßt, geschah" (S. auch Zahn Nr.7802, wo ein etwas verschiedener Text zu lesen ist). Dieser Text erscheint im Hepp-Herrenschneider-Choralbuch als Alternativtext neben Wie wohl ist mir, o Freund. Diese Melodie steht bei Zahn unter der Nummer 7797, und scheint nur im Elsass verbreitet gewesen zu sein.        Wolfgang Christoph Dessler, 1660-1722, hier zitiert im Originaltext des GCAK 1863 Nr. 255,1.

Melodie : Ihme sagt "Straßburg, um 1800", kennt aber sichtlich keine andere Quelle als das Hepp-Herrenschneider-Choralbuch 1809.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
p. 48 37 41 p. 77 210 p. 123 226 p. 142  
Es Es Es D D D  

Die Melodie besteht aus zwei jeweils wiederholten Teilen. Die anderen Melodien zu diesem Lied oder zu Es ist noch eine Ruh vorhanden sind
Wie wohl ist mir, Hepp p. 47 (Begleite mich, o Christ)
Wie wohl ist mir 1704 (Wolf)
Es ist noch eine Ruh vorhanden
Wie wohl ist mir, Doles

Hören : Hepp