Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen

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Wie wohl ist mir, o Freund der Seele,
wenn ich in deiner Liebe ruh.
Ich steig aus dunkler Schmermuthshöhle,
und eile deinen Armen zu.
Da muss die Nacht des Trauerns scheiden
wenn mit der Fülle selger Freuden
die Liebe strahlt aus deiner Brust.
Hier ist mein Himmel schon auf Erden ;
dem muss ja volle Gnüge werden,
der in dir suchet Ruh und Lust.
Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen,
wenn ich in deiner Liebe ruh !
Ich steige aus der Schwermut Höhlen
und eile deinen Armen zu.
Da muß die Nacht des Trauerns scheiden,
wenn mit so angenehmen Freuden
die Liebe strahlt aus deiner Brust.
Hier ist mein Himmel schon auf Erden ;
wer wollte nicht vergnüget werden,
der in dir suchet Ruh und Lust ?
        Nach Wolfgang Christoph Dessler, 1660-1722, hier zitiert nach dem Mülhauser Choralbuch = Gesangbuch 1865 Nr. 295,1.        Wolfgang Christoph Dessler, 1660-1722, hier zitiert nach dem wortgetreuen Text des GCAK, Nr. 291,1 (s. Fischer & Tümpel V, 390 S. 350).

Melodie : s. Zahn Nr. 7795. Die Melodie erscheint zuerst in einem handschriftlichen Choralbuch von Johann Friedrich Doles in Leipzig, dann in dem von demselben 1785 veröffentlichten gedruckten Choralbuch. Im Elsass ist sie außer dem Mülhauser Choralbuch nicht bekannt.

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Mülhausen 1865 Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        p. 101      
        Es      

Andere Melodien zum gleichen Strophentyp, auch zu dem gleichen Lied, werden unter Wie wohl ist mir (Hepp 2) aufgezählt.

Hören : Mülhauser Choralbuch