Wohlauf, wohlan zum letzten Gang

8a-8a-8b-4b-8b - aber die vorletzte Zeile wird wiederholt

Wohlauf, wohlan zum letzten Gang !
Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang.
Gott führet ein, Gott führet aus.
Wohlan hinaus, wohlan hinaus !
Kein Bleiben ist im Erdenhaus.

       Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785-1860c(1822). Hier zitiert nach dem GCAK Nr. 435,1.

Melodie : "14. Jh. Friedrich August Ihme 1864" (EG). Ihme selbst bestätigt in der 2. Ausgabe sein persönliches Eingreifen. In der ersten Ausgabe schreibt er einfach "1864", ohne Angabe der Quelle. Auf dem Internet finden wir ein weltliches Lied Ich fahr dahin, das von Zahn 1740 erwähnt wird, und dessen Melodie von dieser kaum verschieden ist, s. z. B. <https://www.youtube.com/watch?v=lSTSr-Ofvu8>

Hepp 1809 Straßburg 1850 Colmarer Sammlung Th. Stern Ihme 1875 Ihme 1888 Wolf 1899
        213 p. 125 231 p. 146 143 p. 152
        G G G

Diese Melodie hat im GCAK eine "Parallelmelodie", nämlich Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. Jedoch muss hier die vierte Zeile wiederholt werden, was eigentlich auch das Strophenmuster 8a-8a-8b-8-8b erlauben würde (mit einer 4. Zeile, die sich auf a oder b, oder überhaupt nicht reimen könnte).

Hören : Wolf