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Es sind jetzt fast alle diese Melodien, mit Ausnahme einiger liturgischer Gesänge, hier zu finden. Nach und nach sollen die noch fehlenden Melodien dazukommen. - Die im Kursivdruck erscheinenden Textanfänge sind Alternativtexte zu Melodien, die unter einem anderen Namen eingetragen sind. Auf der entsprechenden Seite erscheint dieser Alternativtext in der Regel im Fettdruck.

und Impressum

Unter "elsässischen" Choralmelodien werden hier alle die Melodien verstanden, die im 19. Jahrhundert in elsässischen evangelischen Choralbüchern zu finden sind. Diese Melodien sind nur zu einem geringen Teil wirklich im Elsass entstanden. Viele davon werden - oder wurden - im gesamten deutschsprachigen Raum gesungen, zu welchem bisher das Elsass zählte. Nicht wenige sind auch darüber hinaus, etwa in Frankreich und Nordamerika, bekannt.

Es soll hier zunächst über die berücksichtigten Choral- und Melodienbücher Auskunft gegeben werden, dann auch über die Gesangbücher, auf die in den Kommentaren durch eine Abkürzung verwiesen wird. Zum Schluss wird einiges über die Beschreibung der Versstrukturen gesagt.

Choralbücher

Die hier berücksichtigten Choralbücher sind folgende :

Gesangbücher

Es werden hier eine Reihe von Gesangbüchern aufgeführt, von denen manche im 19. Jahrhundert im Elsass gebräuchlich waren, andere aber nur herangezogen wurden, weil darin eine Melodie vertreten war, die in den Choralbüchern nicht zu finden ist, aber dennoch gesungen wurde. Im 18. Jahrhundert gab es im Elsass viele verschiedene Gesangbücher : die Straßburger, die Pfalz-Zweibrückischen, die Buchsweilerer, die Colmarer, Mülhauser, und dann die reformierten, endlich auch die französischen. Hier also diejenigen, die hier erwähnt werden.

Sonstige Information : Johannes Zahn, Die Melodien der deutschen evangelischen Kirchenlieder

Um eine Information zu finden über Melodien, die nur in Sammlungen zu finden sind, die selbst keine historische Notiz geben (Hepp, Str1850, Colmarer Sammlung von Choralmelodien) wurde auf Johannes Zahn, Die Melodien der deutschen evangelischen Kirchenlieder, Gütersloh 1889-1893 (6 Bände), reprint Georg Olms, Hildesheim 1963, zurückgegriffen. Sonstige Nachforschungen habe ich in den meisten Fällen nicht unternommen. Zahn nummeriert die Melodien durchgehend von 1 bis 8806 (die "Nachlese" inbegriffen). Um das Wiederfinden der angegebenen Nummern zu erleichtern, seien hier die Abgrenzungen zwischen den 5 Bänden gegeben (das Ende des 5. Bandes und der 6. Band sind verschiedenen Registern gewidmet ; das Register der Liederanfänge steht im 5. Band) :

Ansonsten wird bei Gelegenheit auf die beiden Summen verwiesen, die die Texte evangelischer Kirchenlieder aus dem 16. und 17. Jh. zugänglich machen :
- Wackernagel, Philipp Karl Eduard, Das deutsche Kirchenlied. 5 Bände (Leipzig, 1864-1877). Reprografischer Nachdruck bei Georg Olms, Hildesheim, 1964. [Das dt. evangelische Kirchenlied bis zu Anfang des 17. Jh.]
- Fischer, Albert & Tümpel, Wilhelm, Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jh., 6 Bände (Gerd Mohn, Gütersloh,1904-1916). Reprografischer Nachdruck bei Georg Olms, Hildesheim, 1964.

Zur Versstruktur der Lieder

Gleich unter dem Titel (Textanfang) der Melodie steht die Versstruktur unter einer Form definiert, die hier kurz beschrieben wird. Jede Zeile wird durch ihre Silbenzahl, durch ihren Reim und eventuell durch das Vorhandensein einer unbetonten Endsilbe vertreten. Zwischen der Erwähnung zweier Zeilen steht ein kurzer Strich ("-"). Die Strophe hat also eine Zeile mehr, als solche Striche da sind.
Z. B. wenn eine Zeile am Anfang der Strophe unter der Form "7an" erscheint, bedeutet das, dass die Zeile aus 7 Silben besteht, wozu eine achte, unbetonte ("n") Silbe am Ende hinzukommt. Die Zeile reimt sich mit derjenigen folgenden Zeile, die auch nach der Silbenzahl den Buchstaben "a" trägt. Die Reime werden mit den Buchstaben a, b, c usw. bezeichnet. Bei unseren Liederstrophen kommt man selten über den Buchstaben f hinaus, nie über den Buchstaben h (unsere Strophen haben nie mehr als 16 Zeilen). Deshalb konnte das n für die nicht mitgezählte unbetonte Endsilbe verwendet werden.
Wenn eine Zeile sich mit keiner anderen reimt, fällt der betreffende Buchstabe aus. Z. B. in Liedern wie Allein Gott in der Höh sei Ehr schreiben wir "8a-6bn-8a-6bn-8c-8c-6n" : die letzte Zeile reimt sich mit keiner anderen, endet aber mit einer unbetonten Silbe. Sonst reimen sich die erste und dritte (ohne unbetonte Endsilbe), desgleichen die 5. und 6., und die 2. und 4. reimen sich, und haben jeweils eine 7. unbetonte Silbe an ihrem Ende.
In besonderen Fällen, wenn eine Zeile sich nicht mit einer anderen reimt und auch keine unbetonte Endsilbe hat, steht die Silbenzahl allein. So z.B. am Ende der Lieder, die mit Kyrieleis enden. Die Struktur von Nun bitten wir den Heiligen Geist wird deshalb so zusammengefasst : 9a-9a-10bn-9bn-4.
Dort, wo die Silbenzahl einer Zeile in Klammern gesetzt wird, soll das nicht bedeuten, dass diese Zeile ausbleiben kann, sondern dass es sich um die Wiederholung einer schon gesungenen Zeile handelt, nicht um eine neue Textzeile.

N.B. Bei Johannes Zahn, Die Melodien der deutschen evangelischen Kirchenlieder, werden bei der Bestimmung der Strophenmuster andere Regeln angewandt. Obgleich die Unterscheidung von "jambischen" und "trochäischen" Zeilen einleuchtet und zur Kategorisierung wichtig ist, wollte ich mich hier auf solche Kriterien nicht einlassen, weil doch im Einzelnen immer wieder sehr unregelmäßige Gebilde auftreten, bei denen diese Merkmale mehr Verwirrung als Auskunft hinterlassen.

 

Dank

Ich bin hier vor allem der protestantischen Mediathek von Straßburg (Médiathèque protestante, 1b, quai Saint-Thomas, F67000 Strasbourg) zu Dank verpflichtet, wo mir Gelegenheit geboten wurde, die alten Gesang- und Choralbücher zu benutzen, die dort aufbewahrt werden. Der Reichtum der Mediathek an alten regionalen Gesangbüchern ist verblüffend. Nur wenige davon habe ich hier erwähnt. Die Choralbücher habe ich auch vollständig photographieren dürfen, was einerseits mir den unschätzbaren Vorteil bot, dass mir diese alten Bücher nun auf der Festplatte meines Computers allzeit zur Verfügung stehen, und für die Bibliothek den Vorteil, diese alten Kostbarkeiten viel besser zu schonen, als wenn ich sie immer wieder hätte durchblättern müssen. Diese Prozedur des Photographierens ist mir dann derart vorteilhaft erschienen, dass ich auch jene alten Choralbücher, die ich in persönlichem Besitz habe (Stern, Ihme 1875 und 1888, Wolf), photographisch erfasst habe und deshalb nur noch in ganz besonderen Fällen darin nachschlage.
Auch andere Quellen habe ich benutzt : das Evangelische Gesangbuch 1995 in der Regionalausgabe für Baden und Elsass-Lothringen gab oft eine genauere Auskunft über Herkunft von Texten oder Melodien, als sie ältere Gesangbücher geben konnten. Auch das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon vom Traugott Bautz-Verlag, das auf dem Internet zugänglich ist (http://www.bautz.de/bbkl/), hat mir oft kostbare Auskunft gebracht.

Schließlich bin ich der Witwe von Pfarrer Rentz zu Dank verpflichtet, denn sie hat mir einige Gesangbücher von der Zeit um 1900 aus dem Nachlass ihres Mannes geschenkt, ohne die mir einige der hier aufgeführten Melodien unzugänglich geblieben wären. Diejenigen, die hier gelegentlich genannt werden, sind :

Diese beiden Gesangbücher wurden manchmal benutzt, um abweichende Melodieformen oder Verwendungen mancher Melodien zu erörtern.

Kontakt, Verbesserungen

Jeder Leser (Hörer), der in dieser Choralliste Fehler jedweder Art bemerkt, möge so freundlich sein, sie mir zu melden. Orthographie, Wortschatz und Grammatik sind nicht ausgenommen. Nur möge man für einen Elsässer Verständnis haben, der nur durch persönliche Bemühungen der deutschen Sprache einigermaßen mächtig geblieben ist. Kontakt : elsasser@free.fr